Der Instrumentenflug

Die Fluglosten überwachen den Luftraum Wie findet der Pilot den Weg zu Ihrem Ziel? Beim Instrumentenflug haben Piloten zwei wichtige Navigationshilfen: 1. Die Fluglotsen sitzen am Boden vor Radargeräten, die den Luftraum überwachen. Sie haben in ihrem jeweiligen Gebiet den gesamten Raum auf ihrem Radar-Bildschirm unter Kontrolle und überwachen den Flug Ihres und aller anderen Flugzeuge in ihrem Bereich. Flugzeug und Fluglotse am Boden sind ständig über Funk miteinander in Kontakt. Diese Art der Flugüberwachung nennt man in der Fliegersprache Air Traffic Control (ATC). Damit sich Piloten und Lotsen jedes Landes dieser Erde verstehen, hat man sich auf Englisch als Luftfahrt-Sprache geeinigt.

Moderne Radarschirme liefern viele Informationen Auf ihrem Radarschirm können die Lotsen jedes einzelne Flugzeug sehen. Außerdem versorgt er sie mit zusätzlichen Informationen wie Flugnummer, Flughöhe, Steig- oder Sinkgeschwindigkeit. Und schließlich zeigt der Radarschirm den Lotsen auch, wohin der Flieger voraussichtlich fliegen wird. All dies wissen die Lotsen dank modernster Technik. Unter anderem besitzt jedes Flugzeug einen so genannten Transponder. Dieser übermittelt ständig wichtige Daten über das Flugzeug an die Bodenstationen. Der Loste am Boden hat also einen umfassenden Überblick. Deshalb leitet er die Piloten. Er sagt ihnen wohin sie fliegen sollen.
2. Überall auf dem Festland sind so genannte Funkfeuer installiert. Das sind Funkstationen, die ständig Funksignale ausstrahlen. Man kann sich ein Funkfeuer etwa wie einen Leuchtturm vorstellen: sein Scheinwerfer dreht sich immer im Kreis damit eine Schiffsbesatzung auch bei Nacht und Nebel weiß, wo sie das Schiff hinsteuern muss. Bei einem Funkfeuer dreht sich kein Scheinwerfer im Kreis, sondern ein Funksender. Diesen Sender empfängt das Flugzeug. Die Piloten wissen auf diese Weise wo sie sich befinden, und wie es weiter geht. Wo diese Funkfeuer installiert sind, und wie sie heißen, können die Piloten in ihren Flugkarten ablesen.
Moderne Flugzeuge (alle Airliner) sind mit zusätzlichen Navigationsinstrumenten ausgestattet. So sind beispielsweise GPS (Global Positioning System) und die so genannte Trägheitsnavigation komfortabler und erhöhen die Sicherheit bei der Ermittlung der jeweiligen Position. Für die Landung auf einem Flughafen gibt es spezielle Funkfeuer. Bei schlechter Sicht oder in der Nacht erleichtern sie den Piloten das Finden der Landebahn. Diese Funkfeuer sind etwas komplizierter, weil sie den Piloten nicht nur die richtige Richtung, sondern auch den richtigen Weg nach unten - den Gleitpfad - anzeigen. Diese Art der Landung nennt sich ILS (Instrument Landing System).
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